Ein Weg der Erkenntnis und Erneuerung –
Der Kreuzweg und seine Fragen
Der Kreuzweg ist mehr als eine spirituelle Tradition – er ist eine Einladung, die Tiefen des eigenen Lebens zu erkunden.
Jede Station bietet die Möglichkeit, sich den Herausforderungen, Sehnsüchten und inneren Kämpfen zu stellen, die uns täglich begleiten. Hier werden nicht nur die körperlichen Leiden Christi betrachtet, sondern auch die universellen Aspekte menschlicher Erfahrung: Schwäche, Vergebung, Hingabe und Hoffnung.
Begleitet von einfühlsamen Fragen, führt dieser Kreuzweg Sie Schritt für Schritt zu einem tieferen Verständnis Ihrer Beziehung zu Gott und zu sich selbst. Die Stationen fordern heraus, sie inspirieren und schenken neue Perspektiven. Ob beim Durchschreiten des Alltags, bei der Akzeptanz von Hilfsbereitschaft oder der Suche nach Trost – jede Station öffnet einen Raum für Reflexion und Erneuerung.
Entdecken Sie, wie dieser Weg nicht nur Lasten sichtbar macht, sondern auch die Möglichkeit, im Licht der Auferstehung wahrhaftig aufzublühen. Lassen Sie sich darauf ein, die Stationen bewusst und offen zu erleben, und finden Sie Trost, Frieden und Zuversicht in der Begegnung mit Christus.
Lassen Sie sich einladen, den Kreuzweg neu zu erleben – als Wegweiser für Ihren Glauben und Ihre persönliche Reise.
Die Menschen um dich, sogar deine allerbesten Freunde, werden über dich urteilen und dich verurteilen. Das bedeutet nicht, dass du immer schuld bist. Immer wirst du aber gerichtet werden. Jetzt wird dir klar, dass auf die Menschen letztlich kein Verlass ist. Sicherer und fester Halt ist allein in Gott. Dieses Kreuz befreit dich von den Menschen, auf die du dich stützt, und lädt dich ein, dich an mich zu lehnen. Wenn dich die Menschen verurteilen, hast du immer noch meine Seite. Denn auch mich haben sie beurteilt und verurteilt. Wehre dich nicht, wenn man über dich richtet. Das Urteil kann dich nicht auslöschen, es lässt dich nicht allein, es bringt dich zu mir und führt dich in die Herrlichkeit. Dieser Schuldspruch ist deine Tür zu mir, zu einer Begegnung mit mir. Jetzt kann dich niemand mehr verurteilen.
Die 1. Station des Kreuzwegs lenkt den Blick auf das Thema Verurteilung und die spirituelle Bedeutung, die sich darin verbirgt.:
Das ist das zweite Kreuz. Nur wenige erkennen es. Viele suchen außergewöhnliche Kreuze. Doch das Kreuz ist einfach da – im Annehmen des Alltags. Der Alltag ist dein Leben und dein Kreuz. Nimmst du es auf dich, erhältst du viele Gnaden, und dein Glaube entfaltet sich rasch.
Die 2. Station des Kreuzwegs lenkt den Fokus auf die Annahme des Alltags als wesentlichen Bestandteil des Glaubensweges.:
Warum hast du Angst zu fallen? Warum wagst du es nicht, den Menschen in die Augen zu sehen, wenn du eine Niederlage erlitten hast, wenn sie klüger sind als du? Warum fürchtest du dich, wenn dich Sünden belasten? Du möchtest gut durchkommen. Doch wisse: Wenn du fällst, kommst du zu mir. Fürchte dich nicht, das Fallen bedeutet nicht das Ende.
Warum nimmst du es so tragisch, warum schämst du dich? Du fällst, um mir näher zu kommen, damit ich dich aufrichten kann. Wenn du verstehst, dass auch ich gefallen bin, dann wirst du in deinem Fall mein Antlitz erblicken, und wir werden die Sünde und die Niederlage miteinander besiegen. Wichtig ist, beim Fallen nicht allein zu bleiben, sondern meine Nähe zu suchen und zu finden.
Die 3. Station des Kreuzwegs öffnet einen Raum für die Reflexion über Versagen, Scham und die Rolle von Gottes Nähe in diesen Momenten.:
Es ist unmöglich, Menschen, die dich lieben, nicht zu enttäuschen. Du kannst sie aber davor nicht verschonen. Lehne dieses Kreuz nicht ab. Du wirst mich finden, wenn du erlebst, dass du deine Freunde betrübt hast. Du siehst, wie ihnen deine Schwierigkeiten Schmerz bereiten. Das macht dir zu schaffen. Meine Mutter hat bei meinem Niedergang verstanden, wer ich bin. In ihr starb auch der letzte Wunsch, dass ich Erfolg habe, aber ihr Glaube entfaltete sich zu voller Größe.
Einen wahren Freund erkennst du dann, wenn er zu dir hält, auch wenn niemand mehr etwas Lobenswertes an dir findet. Dann meint er nur mehr dich. Akzeptiere das Anstoßerregende an dir. Akzeptiere es, dass du andere enttäuschst, und du wirst mir und meiner Mutter begegnen.
Die 4. Station des Kreuzwegs beleuchtet das Thema, geliebte Menschen betrüben zu müssen, auf eine tief spirituelle Weise.:
Gekommen ist nur jemand, den man genötigt hat. Ich sehnte mich nach Hilfe aus Mitleid und Liebe, Simon musste man zwingen, mir zu helfen. Niemanden zu haben, der aus Liebe mit dir leidet, ist ein Kreuz. Wenn du dieses annimmst, dann bist du in deinem Leid nicht mehr allein, denn ich bin bei dir. „Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.“ (Mt 16,24)
Und noch etwas: Habe Mut, dir von anderen helfen zu lassen. Ich habe es auch getan, wo ich doch allmächtig bin. Lass es geschehen, dass dich andere übertreffen, dass sie sich deiner annehmen, dass du sie brauchst. Das ist das Kreuz und ihm kannst du nicht ausweichen. Wisse, dass dies eine Tür zu mir ist! Wundere dich also nicht, wenn sich alles in dir diesem Kreuz widersetzt: „Denn das Begehren des Fleisches richtet sich gegen den Geist, das Begehren des Geistes aber gegen das Fleisch.“ (Gal. 5, 17). Nimm also dein Kreuz und folge mir nach, dann bist du bei mir.
Die 5. Station des Kreuzwegs regt dazu an, die Themen Hilfe, Demut und Abhängigkeit in einer neuen Perspektive zu betrachten.:
Ein Kreuz ist es, zuzulassen, dass dir die Menschen Gutes tun, ohne dass du die Möglichkeit hast, es ihnen zu vergelten. Habe Mut und tu das, was du bei mir gesehen hast. Lass es zu, dass du etwas schuldig bleibst. Man braucht nicht alles zu bezahlen. Gib als Gegenleistung dich selbst. Lerne es, dich beschenken zu lassen, ohne im Krämergeist an Revanche zu denken. Dies ist eine Tür zu mir: die Beschämung erdulden, wenn du nicht geben kannst.
So findet eine Begegnung mit mir statt, und du erkennst den Vater, denn auch ihm kannst du nicht vergelten, was er dir schenkt. Er ist wie eine Quelle, die ihr Wasser umsonst verströmen lässt. Wenn du so bist, dann bist du ein Kind meines Vaters. Nimm auch dieses Kreuz an, Gott seine ganze Liebe nicht erstatten zu können. Sei wie ein Kind, das die Güte von Vater und Mutter genießt.
Die 6. Station des Kreuzwegs regt dazu an, sich mit den Themen Großzügigkeit, Demut und Dankbarkeit zu beschäftigen.
Fällst du das erste Mal, hast du noch immer eine Ausrede, doch wenn du ein zweites Mal schwach wirst, dann kann dir jeder nachweisen, dass du nichts taugst. Du wirst dich gegen dieses Kreuz stemmen, wirst alles wieder gutmachen und dich rechtfertigen wollen. Aber das entfremdet dich mir. Damit nämlich bezeugst du nicht mich, sondern dich, damit willst du nur die eigene Kraft beweisen. Sei dir bewusst, dass du immer wieder fallen wirst, aber ich werde dich aufheben. Dann wird man sagen: Schau, jemand hat ihm aufgeholfen.
Dein siebentes Kreuz besteht darin, dass du deine Schwäche zugibst. Fürchte dich nicht zu fallen, sondern wende dich mir zu. Wenn du dieses Kreuz annimmst, findest du mich darin, denn nur das bloß Menschliche erleidet hier eine Niederlage, der Geist aber obsiegt.
Die 7. Station des Kreuzwegs regt dazu an, das Thema Schwäche und Rückfall ehrlich zu betrachten und in einem neuen Licht zu sehen.:
Das ist das Kreuz, das eigene Leiden überwinden und dahinter die Freiheit erblicken. Kein Schmerz ist letztlich tragisch.
Tragisch ist die Herzenshärte und die Blindheit. Nicht zu erkennen, dass hinter jedem Tod die Auferstehung wartet, hinter der Krankheit die Genesung, hinter dem Abschied das Wiedersehen. Zulassen, dass dich Selbstmitleid überfällt, das ist tragisch. Den Sieg erringst du dort, wo du das Leid anderer siehst und Trost spendest, wenn du selber Trost brauchst. Dann kommt für dich der Trost von Gott. Hab Mut, auf menschlichen Trost zu verzichten und die Kraft von Gott zu erbitten. So besiegst du die Welt. So gehst du einen Kreuzweg, aber er führt dich ins Leben. Wenn du selber verwundet bist und Schmerzen hast, aber andere tröstest, dann findest du mich, und ich werde deine Stütze sein.
Die 8. Station des Kreuzwegs bietet tiefgehende Impulse über Leiden, Trost und die Fähigkeit, anderen zu helfen, selbst wenn man selbst Trost benötigt.:
Es kommt der Augenblick, wo man dir sagen wird: „Von dir ist nichts mehr zu erwarten. Aus!“ Du selbst wirst denken: „Ich kann nicht mehr.“ Es kommt der Augenblick deiner vollkommenen Hilflosigkeit. Das ist der Zeitpunkt deiner Kapitulation, der Erkenntnis, am Ende zu sein. Wirst du da die Hoffnung sinken lassen? Fürchte dich nicht. Es gibt noch eine Tür und hinter ihr wirst du mir von neuem begegnen. Wenn du nicht mehr mit dir selbst rechnen kannst, dann bin ich da. Du wirst aus tiefster Seele nach mir schreien, und ich werde antworten.
Ein Kreuz ist es, endgültig zu verlieren und verlassen zu sein, wenn keiner mehr etwas auf dich setzt, wenn man dich aufgibt. Wenn du dieses Kreuz aber annimmst, werde ich dich mit meiner Gegenwart und Kraft überraschen. Du wirst in meinem Namen bis ans Ende der Welt gehen. Wirst du dieses Kreuz annehmen? Sorge dich nicht, denn ich bin bei dir. Ich habe die Welt besiegt.
Die 9. Station des Kreuzwegs bietet einen tiefgründigen Anlass, über das Thema Niederlage und Hoffnungslosigkeit zu reflektieren.:
Ich ließ es zu, dass man mich auszog, dass man mir auch das Intimste nahm. Ich ließ es geschehen, dass man sich über mein Schamgefühl hinwegsetzte und meine Intimsphäre verletzte. Du willst wenigstens irgend etwas für dich allein haben, ein Stück Welt, das dir allein gehört, wo niemand Zutritt hat. Du willst etwas haben, was niemand sehen soll, man würde sonst deine Ehre antasten. Du wirst es hüten und vor den Augen anderer verbergen. Du wirst meinen, ein Recht darauf zu haben. Du möchtest es um jeden Preis behalten, als das Intimste, was dir gehört, und du wirst darum kämpfen.
Doch es kommt der Augenblick wo du nichts mehr für dich retten kannst. Es gibt Situationen, in denen man alles auslassen muss, nichts gehört dir mehr allein. Man nimmt dir das Letzte weg. Du musst auch durch dieses Kreuz hindurch. Schenke Gott alles. Als einzige unberührbare Intimität bleiben wir dir, mein Vater und ich.
Nicht nur das ist ein Kreuz, wenn der Leib gewaltsam entkleidet wird. Noch schmerzhafter ist es, wenn man dir die Seele entkleidet. Die Sünden haben dir schon längst die Hülle weggenommen und du schämst dich. Nimm dieses Kreuz an, und niemand wird dich mehr entehren können. Gestatte es dem Vater, dir ein neues Kleid zu geben. Gib ihm deine Intimität hin, er wird sie in vollkommene Unschuld verwandeln. Du bemühst dich umsonst, schuldlos zu bleiben. Heute gesteh dir ein, dass du dazu zu schwach bist.
Das ist das zehnte Kreuz – das Kreuz der mit Füßen getretenen Scham, der Sehnsucht nach Unschuld, das Kreuz der Angst, dass jemand von deiner Schuld erfahren könnte. Nimm dieses Kreuz an, und du wirst mir begegnen. Deine Angst wird schwinden. Gib zu, schwach zu sein, nicht anders als du bist: ein durch die Sünde entehrter Mensch. Gestehst du das ein, kann dir niemand mehr etwas anhaben.
Die 10. Station des Kreuzwegs bietet eine kraftvolle Reflexion über Verletzlichkeit und Hingabe.:
Solange du das Kreuz trägst, hast du noch immer die Möglichkeit, es abzuwerfen. Doch wenn man dich einmal darauf nagelt, kannst du nicht mehr entrinnen. Jetzt weißt du, das Kreuz ist deine Bestimmung bis zum Tod. Das einzusehen ist schwer. Du würdest deine Kreuze gerne abwerfen, doch du bist an sie genagelt. Sie sind jeweils der Platz, auf dem du sterben wirst. Die Mitmenschen werden dich auf die Kreuze nageln. Erschrickst du oder verlässt du dich ganz auf mich? Es gibt Kreuze, denen du nicht entrinnen kannst. Du mühst dich umsonst, ihnen auszuweichen. Gib diesen sinnlosen Kampf auf und komm zu mir.
Das Sterben mit mir bedeutet Gewinn. Fürchte dich nicht! Gib dich nicht der Täuschung hin, es gäbe eine andere Möglichkeit. Die Kreuze bleiben bis zum Ende, und je früher du dich in das Sterben einfügst, desto früher wirst du auferstehen. Merke dir dieses elfte Kreuz. Denn du bist nicht nur an das Kreuz ein für allemal geheftet, sondern auch an mich. Ich freue mich darauf.
Die 11. Station des Kreuzwegs lädt zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Konzept des "angenommenen Leidens" ein.:
Tot. Ich gehe von der Welt, aber nicht ins Nichts, sondern um in neuer Weise zu leben. Durch den Tod erfüllte ich den Willen meines Vaters. Deshalb sagte ich im Sterben: »Vater, in deine Hände gebe ich meinen Geist.« So vollendete ich den Plan des Vaters.
Du meinst, der Tod sei das Ende, und deshalb lebst du in Angst und widersetzt dich dem Gedanken an den Tod. Doch solange du ihn nicht akzeptierst, fühlst du eine Last auf deinen Schultern. Wenn du den Tod annimmst, erringst du den Sieg und kommst zu mir. Ich bin dir fern, solange du den Tod ablehnst und mich bittest, dich davor zu verschonen. Verstehe, der Weg zu mir führt nur über den Tod. Denn der Tod vernichtet alles, was sündhaft und sterblich an dir ist. Ich aber vernichte den Tod selbst. Der Tod befreit dich von den diversen Kreuzen, ich aber vom Tod. Riskiere heute einen Blick in die Augen des Todes. Betrachte dieses Kreuz als ein Geschenk des Vaters, als Erfüllung.
Der Vater hat auch den Tod zugelassen. Wenn du dich also dem Sterben widersetzt, widersetzt du dich dem Vater und mir. Das zwölfte Kreuz ist der Höhepunkt, gleichsam ein Fest, es ist die Vollendung. Es ist der Beginn des eigentlichen Lebens.
Diese Fragen können dabei helfen, sich mit den tieferen Dimensionen des Lebens und der Spiritualität auseinanderzusetzen.:
Erst als ich tot war, kamen meine Freunde. Verstehe dich als Same für kommende Zeiten. Du aber möchtest gleich die Früchte deiner Arbeit sehen. Meine Jünger sterben oft in Hoffnungslosigkeit und Schande, und nicht sie, sondern andere ernten, was sie gesät haben. Andere erlangen Freunde und Leben.
Für dich ist jetzt der Zeitpunkt, als Same für eine neue Welt zu dienen. Das ist dein Kreuz. Ich schenke dir dazu das nötige Vertrauen, denn Zeit deines Lebens findest du kaum Erfolg. Erst nach deinem Tod wird man dich vom Kreuz nehmen, erst dann wird dir Ehre zuteil. Eine Ewigkeit wird dich kein Kreuz mehr drücken, weil du den Mut gehabt hast, im irdischen Leben an ihm zu hängen. Arbeiten und die Frucht der Arbeit nicht genießen zu können, das ist das dreizehnte Kreuz. Es braucht Mut, Samen auszustreuen, ohne selbst ernten zu können. Doch die Frucht deiner Entsagung bin ich. Ich aber führe dich zur Auferstehung.
Meine Freunde dachten, mir die höchste Ehre erwiesen zu haben, als sie meinen Leib ins Grab legten. Sie sorgten sich um den Leib und vergaßen, was Ich ihnen gesagt habe: „…am dritten Tag werde ich auferstehen“. Das Grab beunruhigt dich. Wenn der Grabhügel errichtet ist, gibt es dich nicht mehr. Wenn hinter dir nicht die geringste Spur bleibt, was wirst du dann tun? Wenn du weißt, dass niemand zu deinem Begräbnis kommt. Wenn du dein Leben unbekannt im Elend beendest, dann bin ich es, der dich sicher kennt.
Es ist ein Kreuz, auch den letzten Wunsch zu begraben, den Wunsch, hier etwas zu gelten. Denn dieser Wunsch hindert dich daran, wirkliche Bedeutung zu haben, für andere Licht zu sein. Wie kannst du Licht sein, solange du dich scheust, die dunkle Eigensucht mit dir zu begraben; solange du zu mir willst, aber hinter dir die Brücken nicht abreißt? Erst dann kann ich nämlich dein Leben umwandeln.
Begrabe deine Wünsche und nimm das vierzehnte Kreuz auf dich. Über ihm schwebt die Auferstehung. Deshalb freue ich mich über den Grabhügel, unter dem dein Hochmut begraben liegt. Du willst noch nicht ins Grab, noch entsetzt dich der Gedanke, die Vorstellung, von deinem Leben zu lassen. Deshalb bist du tot. Nur ein Toter kann auferstehen. Fürchte dich nicht! Was du „Tod“ nennst, ist eine Brücke – von dir – zu mir. Der Tod der Sünde bedeutet Freude und Vereinigung für dich und mich, die Erfüllung aller Wünsche und Sehnsüchte. Ich bin diesen Weg schon gegangen und warte auf dich. Verstehst du nicht, dass ich durch meinen Tod nicht von der Erde gegangen bin, sondern dass sie mir erst jetzt richtig gegeben ist? Vorher war ich auf der Welt nur Gast. Jetzt bin ich Herr. Auch du wirst sein wie ich. Überlasse dem Tod, was ihm ohnedies gehört. Betrachte das Grab nicht mehr als traurigen Schluss, sondern als Geburt und eigentlichen Anfang. Stirb deinen Stolz, und es leuchtet dir auf das Morgenrot des Osterfestes.
Ivancic, Tomislav:
Folge mir nach: Begegnung mit Jesus auf dem Kreuzweg.
Zagreb : Krscanska Sadasnjost, 1988. 47 S.; 17 cm kart. ISBN: 8639700516 (EAN: 9788639700515 / 978-8639700515)
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Seit Februar 2021 bin ich Pfarrer in der Pfarrei Hergiswil am See, Nidwalden (NW).
Stephan Schonhardt, Dorfplatz 15, CH-6052 Hergiswil am See
Sekretariat: +41 (0) 41 632 42 22
Direkt: +41 (0) 41 632 42 25
Deutschland: Stephan Schonhardt, Postfach 1101, D-79803 Dogern
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